GELEBTE SOZIALPARTNERSCHAFT IN BISAMBERG

„Wenn Mitarbeiter gehen müssen“ war der Titel einer Veranstaltung, welche die Wirtschaftbund-Ortsgruppe Bisamberg gemeinsam mit dem ÖAAB-Bisamberg am 6. November 2014 in der Schlosshalle durchgeführt haben.

Die Obfrau des Bisamberger Wirtschaftsbundes, Fr. Hedwig Kroppenberger und der ÖAAB-Obmann, Ing Wolfgang Ley initiierten die Zusammenarbeit ihrer beiden Interessensorganisationen um gemeinsam auf die zunehmende Verschärfung in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen.

Dr. Günter Steinlechner, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der Wiener Wirtschaftskammer, referierte praxisnahe über die verschiedenen Formen der Auflösung eines Dienstverhältnisses. Das interessierte Publikum erhielt einen Überblick über den durch Gesetze und Kollektivverträge abgesteckten rechtlichen Rahmen. Nicht jeder Streitfall, der beim Arbeitsgericht landet, sollte die Instanzen durchlaufen. Die Kostenintensität im Zusammenhang mit der Höhe des jeweiligen Streitwertes und die lange Verfahrensdauer lassen es vernünftiger erscheinen, einen Vergleich zu akzeptieren und sich gütlich zu einigen.

Sozialpartnerschaft bedeutet aber nicht, dass Interessengegensätze negiert werden.

So wurde z.B. über die hohe Jugendarbeitslosigkeit kontroversiell diskutiert. Der designierte AAB-Bezirksobmann Peter König informierte, dass  Niederösterreich im Vergleich zum Bundesdurchschnitt wesentlich besser dasteht, da hier die Bildungspolitik einen besseren Berufseinstieg ermöglicht. Peter König berichtete weiter vom Projekt "gemA", das es den Gemeinden Niederösterreichs ermöglicht, ältere Arbeitnehmer ohne hohe Kosten zu beschäftigen.

Abschließend kann gesagt werden, dass der Vortrags- und Diskussionsabend nicht nur äußerst informativ, sondern auch beispielgebend dafür war, wie unterschiedliche Interessensgruppen konträre Sichtweisen, zufriedenstellend behandeln und diskutieren können.