Bisamberger Jungwinzer sorgen für Rot- und Weißwein für das 650 Jahr-Jubiläum

Anlässlich des 650jährigen Jubiläums der Universität Wien wurde nach der bewegenden Feier Bisamberger Wein von den Jungwinzern kredenzt

Die Feier, mit Ansprachen von Heinz W. Engl (Rektor der Universität Wien),
Reinhold Mitterlehner (Vizekanzler und Bundesminister), Heinz Fischer (Bundespräsident der Republik Österreich), dem Festvortrag "Universitäten – Hüter der Zukunft" von Gottfried Schatz (Basel) und den
Festadressen von Camila Garfias (Vorsitzende der HochschülerInnenschaft der Universität Wien),
Gabriele Kucsko-Stadlmayer (Vorsitzende des Senats) und Eva Nowotny (Vorsitzende des Universitätsrats)
wurde musikalisch untermalt durch die Uraufführung der Jubiläumskomposition
„Im Traumton“ von Thomas Daniel Schlee.
Nach den Schlussworten von Heinz W. Engl (Rektor der Universität Wien) und dem Auszug unter den Klängen der Königsfanfaren aus „Fredigundis“ von Franz Schmidt ging es etwas weniger formell bei Gesprächen im kleinen Festsaal weiter - bevorzugterweise beim perfekt gestalteten Stand der Bisamberger Jungwinzer.

 

Die Verkostung der Limited Edition „Engl“ (Rektor Dr. Heinz W. Engl hat im Zuge der Weinlese der Bisamberger Jungwinzer mitangepackt und selber auch Reben gepresst) - unter anderem mit Bgm. Dr. Günter Trettenhahn - fand grossen Anklang.

 

 

Uni Wien und Wein eng miteinander verbunden

Zwischen der Universität Wien und der Geschichte des Traubensaftes gibt es zahlreiche bemerkenswerte Gemeinsamkeiten – 650 Jahre Universität ohne Wein wären kaum vorstellbar. Schon früher war es bei unterschiedlichsten Zusammenkünften wie Sitzungen oder Feiern üblich, Wein zu Speisen zu kredenzen. Die Gründungsurkunden der Universität, wurden 1388 der Universität zur Verwahrung übergeben. Der Rektor lud daraufhin die Dekane der vier Fakultäten sowie die zwölf Kollegiaten des Herzogkollegs zu einer kleinen Feier ein, wofür Wein um 14 Denare (Pfennige) eingekauft wurde. So begann die weinreiche Geschichte der Uni Wien.

Dabei war der Weinkonsum streng geregelt und Essen und Trinken wurde in den Bursen des Öfteren als Disziplinierungsmaßnahme eingesetzt, indem Fleisch- bzw. Weinportionen bei Regelverstößen am folgenden Tag gestrichen wurden. Im 17. Jh. wurde auch die Menge des ausgeschenkten Weines definiert: fortgeschrittene Seminaristen durften ½ Maß Wein genießen, jüngere dagegen nur 1 Seidel. Im Jahre 1610 bewirtschaftete die Uni Wien sogar selber Weingärten in Mödling, Perchtoldsdorf und Grinzing - etwas später auch in der Wachau. Da das universitäre Vermögen 1755 verstaatlicht wurde, wurden die letzten universitären Weingärten 1783 endgültig verkauft.